Pferdefutter passend auswählen: Die Grundlage für eine gesunde Fütterung mit Raufutter, Kraftfutter & Mineralien für ein gesundes Pferd
Die Auswahl des richtigen Futters ist entscheidend für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit deines Pferdes. Ein gut abgestimmter Futterplan unterstützt die Muskulatur, die Verdauung und das Immunsystem. Er sorgt dafür, dass dein Pferd dauerhaft fit und leistungsfähig bleibt. Wer jedoch nur nach Gewohnheit füttert oder pauschale Empfehlungen nutzt, riskiert Übergewicht, Mangelerscheinungen oder schwere Verdauungsprobleme.
Pferde benötigen ein ausgewogenes Verhältnis von Raufutter, Kraftfutter, Mineralstoffen und gezielten Zusätzen. Nur wenn alle Komponenten richtig aufeinander abgestimmt sind, kann das Tier optimal versorgt werden. Dabei spielt die Anpassung an das Alter, den Gesundheitszustand und das Arbeitslevel eine zentrale Rolle.
Raufutter als Basis der Ernährung
Raufutter bildet das unumstößliche Fundament der Pferdefütterung Grundlagen. Es liefert lebensnotwendige Ballaststoffe, unterstützt die Darmperistaltik und sorgt für eine gesunde Flora im Dickdarm. Heu, Grassilage oder frisches Wiesenfutter sollte immer von bester Qualität sein. Wenn du die [Raufutterqualität prüfen] willst, achte penibel darauf, dass das Futter frei von Schimmel und Staub ist.
Die Menge des Raufutters hängt von der Größe und dem Gewicht ab. Grundsätzlich sollten Pferde täglich mindestens 1,5 % bis 2 % ihres Körpergewichts in Trockensubstanz aufnehmen. Raufutter sollte idealerweise über den Tag verteilt zur Verfügung stehen, damit Pferde ihrem natürlichen Fressverhalten als Dauerfresser folgen können. Wer unregelmäßig füttert, riskiert nicht nur Magenprobleme und Koliken, sondern auch psychischen Stress. Bei empfindlichen Pferden kann das Einweichen von Heu oder die Gabe von Mash für Pferde sehr hilfreich sein.
Kraftfutter gezielt und bedarfsgerecht einsetzen
Kraftfutter dient dazu, die Grundversorgung zu ergänzen, wenn das Raufutter allein nicht mehr ausreicht. Es liefert konzentrierte Energie für Training oder Turniere. Die Auswahl hängt massiv vom individuellen Energiebedarf ab.
Wichtig ist: Kraftfutter darf niemals Raufutter ersetzen. Zu hohe Mengen an Getreide führen oft zu Übergewicht oder Stoffwechselerkrankungen wie Hufrehe. Daher sollte man das Kraftfutter richtig dosieren und immer an die tatsächliche Arbeit anpassen.
- Für junge Pferde ist ein spezielles Aufzuchtfutter für Jungpferde sinnvoll.
- Ältere Tiere profitieren davon, wenn wir Seniorenpferde richtig füttern, indem wir leicht verdauliche Komponenten wählen.
- Bei hoher Belastung greifen die spezifischen Fütterungsstrategien für Sportpferde.
Mineralien und Spurenelemente: Die unterschätzten Helfer
Neben Energie und Struktur braucht der Körper Mikronährstoffe. Calcium, Phosphor, Magnesium, Zink, Kupfer und Selen sind unverzichtbar für die Knochenentwicklung, die Muskelfunktion und ein funktionierendes Immunsystem.
Da unsere Böden oft mineralstoffarm sind, ist ein hochwertiges Mineralfutter für Pferde fast immer notwendig. Eine Unterversorgung zeigt sich oft erst nach Monaten durch stumpfes Fell oder brüchige Hufe. Wer hier unsicher ist, sollte regelmäßig die Mineralien beim Pferd prüfen lassen, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Besonders im Frühjahr ist dies wichtig, um den Fellwechsel bei Pferden optimal zu unterstützen.
Wasser: Der wichtigste Nährstoff überhaupt
Wasser ist ebenso wichtig wie das Heu selbst. Ein Pferd benötigt je nach Wetter und Arbeit 25 bis 55 Liter täglich. Frisches, sauberes Wasser muss jederzeit erreichbar sein. Im Winter sinkt die Trinklust oft, was das Risiko für Verstopfungskoliken erhöht. Hier ist es ein Teil der Pferdegesundheit im Winter, das Wasser eventuell anzuwärmen oder die Aufnahme über flüssiges Mash zu fördern. Achte darauf, die [Wasseraufnahme beim Pferd] regelmäßig zu kontrollieren.
Futter an Alter und Gesundheit anpassen
Kein Pferd ist wie das andere. Tragende Stuten, wachsende Fohlen oder kranke Tiere benötigen individuelle Rationen. Auch Pferde mit Allergien profitieren von speziellen Zusätzen wie einem pflanzlichen Hustensaft für Pferde. Um den Erfolg deiner Fütterung zu messen, solltest du regelmäßig den Body Condition Score (BCS] deines Pferdes ermitteln – so erkennst du rechtzeitig, ob dein Pferd zu dick oder zu dünn wird.
Wenn du merkst, dass dein Pferd unter der aktuellen Haltung leidet, etwa durch Matsch & Nässe, muss die Fütterung die Abwehrkräfte stärken. Hier ist es sinnvoll, das Immunsystem beim Pferd zu stärken.
Typische Fütterungsfehler vermeiden
Vermeide die klassischen Stolperfallen in der Futterplanung für Pferde:
- Zu wenig Raufutter oder zu lange Fresspausen.
- Minderwertige Futterqualität (Staub/Schimmel).
- Zu viel Energie (Kraftfutter) für zu wenig Arbeit.
- Fehlende oder falsche Mineralisierung.
Diese Fütterungsfehler sind oft die Ursache für teure Tierarztrechnungen. Wer jedoch mit Plan vorgeht, spart langfristig Zeit und Geld.
Praktische Tipps für deine Futterauswahl
- Analysieren: Lass dein Heu gegebenenfalls im Labor testen.
- Wiegen: Schätze die Futtermenge nicht, sondern nutze eine Waage.
- Beobachten: Achte auf die Kotkonsistenz und das Fell deines Pferdes.
- Ergänzen: Setze Kräuter, Öle oder Bachblüten für Pferde nur gezielt bei Bedarf ein.
Zusammenfassung
Wenn du das Pferdefutter passend auswählen möchtest, betrachte immer das Gesamtbild: Raufutter als Basis, eine bedarfsgerechte Ergänzung durch Kraftfutter und eine lückenlose Mineralisierung. Zusammen mit ausreichend frischem Wasser legst du so den Grundstein für ein langes, gesundes Pferdeleben.
